{"id":2302,"date":"2026-09-18T16:40:27","date_gmt":"2026-09-18T14:40:27","guid":{"rendered":"https:\/\/cristia.cat\/im\/?p=2302"},"modified":"2026-09-18T16:40:41","modified_gmt":"2026-09-18T14:40:41","slug":"2302","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cristia.cat\/im\/2026\/09\/18\/2302\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Der wissenschaftliche Lebenslauf &#8211; Struktur und Tipps f\u00fcr Erfolg<\/p>\n<p>Ein wissenschaftlicher Lebenslauf ist mehr als eine einfache Auflistung von Stationen; er ist das Aush\u00e4ngeschild einer akademischen Laufbahn und spiegelt die individuelle Forschungsidentit\u00e4t wider. In Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz wird er h\u00e4ufig bei Bewerbungen um Drittmittel, Professuren oder Stipendien verlangt und unterscheidet sich deutlich vom klassischen beruflichen Lebenslauf durch seinen Fokus auf Publikationen, Vortr\u00e4ge und Forschungsprojekte.<\/p>\n<p>Die Erstellung eines \u00fcberzeugenden wissenschaftlichen Lebenslaufs erfordert sowohl Pr\u00e4zision als auch strategisches Denken. Dabei gilt es, relevante Informationen hervorzuheben, redundante Details zu vermeiden und das Dokument den Erwartungen der jeweiligen Zielgruppe anzupassen. Ein gut strukturierter Lebenslauf kann T\u00fcren \u00f6ffnen, w\u00e4hrend ein un\u00fcbersichtlicher oder inkonsistenter Auftritt schnell zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchren kann.<\/p>\n<h2>Grundlagen des wissenschaftlichen Lebenslaufs<\/h2>\n<p>Der wissenschaftliche Lebenslauf folgt bestimmten Konventionen, die sich je nach Disziplin leicht unterscheiden  k\u00f6nnen. Im Kern besteht er aus pers\u00f6nlichen Daten, akademischer Ausbildung, Forschungserfahrung, Publikationsliste, Lehrt\u00e4tigkeit sowie weiteren akademischen Aktivit\u00e4ten wie Gutachteraufgaben oder Organisationsrollen. Jeder Abschnitt sollte klar abgegrenzt sein und chronologisch bzw.thematisch nach Relevanz geordnet werden.<\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufiges Missverst\u00e4ndnis besteht darin, dass der wissenschaftliche Lebenslauf genauso lang wie ein vollst\u00e4ndiges Publikationsverzeichnis sein m\u00fcsse. Tats\u00e4chlich liegt der Fokus auf der Qualit\u00e4t und Relevanz der Eintr\u00e4ge, nicht auf der reinen Quantit\u00e4t. Auswahlkriterien wie Impact Factor der Zeitschriften, Anzahl der Zitate oder die Rolle beim Projekt (Hauptautor vs. Mitautor) helfen dabei, die wichtigsten Erfolge hervorzuheben.<\/p>\n<p>Neben den rein faktischen Angaben spielt auch die Formulierung eine Rolle. Pr\u00e4zise, aktive Verben wie \u201egeleitet\u201c, \u201ekonzipiert\u201c oder \u201epublikiert\u201c vermitteln Dynamik und Eigeninitiative. Passive Konstrukten sollten vermieden werden, da sie den Eindruck von Passivit\u00e4t erwecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Aspekt ist die Konsistenz der Formatierung. Einheitliche Schriftart, Schriftgr\u00f6\u00dfe und Abstand erleichtern das Lesen und signalisieren Professionalit\u00e4t. Viele Institutionen stellen Vorlagen bereit, die an die jeweiligen Vorgaben angepasst werden sollten.<\/p>\n<p>Anekdotisch berichtet eine Nachwuchswissenschaftlerin aus der Biochemie, dass sie nach einer \u00dcberarbeitung ihres Lebenslaufs &#8211; bei der sie lediglich die Reihenfolge ihrer Postdoc\u2011Stationen \u00e4nderte &#8211; innerhalb von zwei Wochen eine Einladung zu einem Vortrag an einer renommierten Konferenz erhielt. Dieses Beispiel zeigt, wie kleine strukturelle Anpassungen gro\u00dfe Wirkung entfalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Metaphorisch betrachtet ist der wissenschaftliche Lebenslauf wie ein Kompass: Er weist nicht nur den bisherigen Weg, sondern gibt auch Hinweise darauf, wohin die n\u00e4chste Forschungsreise f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Pers\u00f6nliche Daten und Kontaktdaten<\/h2>\n<p>Der Beginn des Lebenslaufs enth\u00e4lt Name, aktuelle Position, Institution sowie Kontaktinformationen wie E\u2011Mail-Adresse und Telefonnummer. In vielen F\u00e4llen wird zus\u00e4tzlich ein Link zu einem pers\u00f6nlichen Forschungsprofil oder zu einem ORCID\u2011Identifier eingef\u00fcgt. Dieser Link erm\u00f6glicht es den Lesern, schnell weitere Details zu Publikationen und Projekten abzurufen.<\/p>\n<p>Es ist ratsam, die E\u2011Mail-Adresse professionell zu w\u00e4hlen &#8211; beispielsweise <a href=\"mailto:firstname.lastname@institution.de\">firstname.lastname@institution.de<\/a> &#8211; und Spitznamen oder \u00fcberm\u00e4\u00dfig kreative Adressen zu vermeiden. Auch die Telefonnummer sollte inklusive Landesvorwahl angegeben werden, insbesondere wenn internationale Zusammenarbeiten geplant sind.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5LojffZj-vI\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufig \u00fcbersehener Punkt ist die Aktualisierung der Kontaktdaten nach einem Wechsel der Institution. Ein veralteter Link f\u00fchrt nicht nur zu Frustration beim Leser, sondern kann auch den Eindruck von Nachl\u00e4ssigkeit erwecken.<\/p>\n<p>Ein kurzer Beobachtungswert aus der Praxis: Bei einer Ausschreibung f\u00fcr eine Juniorprofessur wurden von \u00fcber 150 Bewerbungen jene mit einem funktionierenden ORCID\u2011Link durchschnittlich f\u00fcnf Minuten schneller gesichtet, da die Kommission direkt auf das Publikationsportfolio zugreifen konnte.<\/p>\n<p>Metaphorisch l\u00e4sst sich dieser Abschnitt mit der Visitenkarte eines Wissenschaftlers vergleichen &#8211; sie muss lesbar, aktuell und professionell gestaltet sein, um den ersten Eindruck zu positiv zu beeinflussen.<\/p>\n<h2>Akademische Ausbildung<\/h2>\n<p>Hier werden alle relevanten Abschl\u00fcsse aufgef\u00fchrt, beginnend mit dem h\u00f6chsten Grad (z. B. Doktorgrad) r\u00fcckw\u00e4rts chronologisch. F\u00fcr jeden Abschluss werden Institution, Fachbereich, Titel der Arbeit sowie das Abschlussdatum angegeben. Bei Promotionen ist es \u00fcblich, den Namen des Betreuers und das Thema der Dissertation kurz zu beschreiben.<\/p>\n<p>Falls relevante Zusatzqualifikationen vorliegen &#8211; etwa ein Master in Statistik oder ein Zertifikat in Wissenschaftsethik &#8211; k\u00f6nnen diese ebenfalls aufgenommen werden, sofern sie zum gesuchten Profil passen.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Hinweis: Bei l\u00e4ngeren Unterbrechungen im Studium, etwa aufgrund von Elternzeit oder Krankheit, ist es sinnvoll, diese L\u00fccken kurz zu erkl\u00e4ren, um Spekulationen zu vermeiden. Eine neutrale Formulierung wie \u201eFamilienzeit\u201c oder \u201eGesundheitspause\u201c reicht oft aus.<\/p>\n<p>Eine Anekdote aus der Physik zeigt, dass ein Kandidat, der seine Promotion zwar mit \u201esumma cum laude\u201c abschloss, jedoch das Datum seines Abschlusses um sechs Monate nach hinten verschob, aufgrund eines auff\u00e4lligen Diskrepanzen im Lebenslauf schlie\u00dflich nicht zur Vorstellungsrunde eingeladen wurde. Ehrlichkeit bleibt somit die beste Strategie.<\/p>\n<p>Metaphorisch ist der Abschnitt zur akademischen Ausbildung das Fundament eines Geb\u00e4udes: Ohne ein solides Fundament l\u00e4sst sich kein weiteres Stockwerk sicher errichten.<\/p>\n<h2>Forschungserfahrung und Projekte<\/h2>\n<p>Dieser Abschnitt bildet das Herzst\u00fcck des wissenschaftlichen Lebenslaufs. Hierbei werden relevante Forschungsstellen, Postdoc\u2011Positionen, Projektleitungen sowie bedeutende Mitarbeitungen in Drittmittelprojekten aufgelistet. F\u00fcr jede Position sollten Institution, Zeitraum, Titel des Projekts sowie eine kurze <a href=\"https:\/\/www.sosiqtechnology.com.br\/?p=45433\">https:\/\/www.sosiqtechnology.com.br\/?p=45433<\/a> Beschreibung der eigenen Rolle und der erzielten Ergebnisse angegeben werden.<\/p>\n<p>Es empfiehlt sich, die Beschreibungen auf zwei bis drei S\u00e4tze zu beschr\u00e4nken und dabei aktuelle Verben zu verwenden. Beispiele: \u201eEntwicklung eines neuen Katalysators zur CO\u2082\u2011Reduktion\u201c, \u201eLeitung eines Konsortiums von f\u00fcnf europ\u00e4ischen Partnern im Rahmen des Horizon\u2011Europe\u2011Programms\u201c.<\/p>\n<p>Quantitative Angaben st\u00e4rken die Aussagekraft: Anzahl der betreuten Studierenden, H\u00f6he des eingeworbenen Drittmittels oder die Anzahl der generierten Datenpunkte k\u00f6nnen den Eindruck von Effizienz und Erfolg vermitteln.<\/p>\n<p>Ein kurzer Beobachtungswert aus der Ingenieurwissenschaften: Ein Forscher, der in seinem Lebenslauf die genaue F\u00f6rdersumme seines DFG\u2011Projekts angab (\u201e350.000 Euro \u00fcber drei Jahre\u201c), erhielt deutlich mehr R\u00fcckmeldungen von m\u00f6glichen Kooperationspartnern als Kollegen, die lediglich das Projektnaam nannten.<\/p>\n<p>Metaphorisch l\u00e4sst sich dieser Abschnitt mit dem Motor eines Forschungsfahrzeugs vergleichen &#8211; er liefert die Energie, die das Fahrzeug vorantreibt, und zeigt, wie kraftvoll die bisherige Arbeit gewesen ist.<\/p>\n<h2>Publikationen und Vortr\u00e4ge<\/h2>\n<p>Publikationen sind der sichtbarste Ma\u00dfstab wissenschaftlicher Produktivit\u00e4t. Sie sollten nach Fachjournals, Buchkapiteln und Konferenzbeitr\u00e4gen gegliedert sein. Dabei gelten g\u00e4ngige Zitierstandards (APA, Vancouver, Chicago) sowie die Angabe von DOI oder PMID, falls verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>F\u00fcr jeden Eintrag werden Autorinnen und Autoren in der Reihenfolge des Originalartikels genannt, gefolgt vom Titel, dem Journal, Band, Seite und Jahr. Bei eigenen Beitr\u00e4gen kann die Position (Erstautor, Corresponding Author) hervorgehoben werden, um die individuelle Verantwortung zu verdeutlichen.<\/p>\n<p>Vortr\u00e4ge und Posterbeitr\u00e4ge werden \u00e4hnlich gelistet, wobei Konferenzname, Ort und Datum angegeben werden. Invited Talks oder Keynote\u2011Speeches erhalten einen besonderen Vermerk, da sie anerkannte Expertise signalisieren.<\/p>\n<p>Eine Anekdote aus der Sozialwissenschaften berichtet, dass eine Wissenschaftlerin nach der Aufnahme ihres ersten eingeladenen Vortrags auf einer internationalen Konferenz in ihrem Lebenslauf einen sp\u00fcrbaren Anstieg der Zitierraten ihrer fr\u00fcheren Arbeiten beobachtete &#8211; ein Hinweis darauf, dass Sichtbarkeit und Netzwerkbildung eng verkn\u00fcpft sind.<\/p>\n<p>Metaphorisch ist die Publikationsliste das Schaufenster eines Wissenschaftlers: Je attraktiver und gut ausgeleuchtet die ausgestellten Werke sind, desto eher bleiben potenzielle Kooperationspartner und F\u00f6rderer stehen bleiben.<\/p>\n<h2>Lehrt\u00e4tigkeit und Betreuung<\/h2>\n<p>Lehre ist ein integraler Bestandteil des akademischen Profils und sollte nicht untersch\u00e4tzt werden. Hierbei werden gehaltene Vorlesungen, Seminare, Praktika sowie Betreuungsaufgaben von Bachelor\u2011, Master\u2011 und Doktorand*innen aufgef\u00fchrt. F\u00fcr jede Lehrveranstaltung werden Institution, Semester, Titel und Umfang (in Semesterwochenstunden) angegeben.<\/p>\n<p>Teaching activities, including lectures, seminars, labs, and supervision of bachelor&#8217;s, master&#8217;s, and doctoral students, are documented and evaluated regularly. For more details on the teaching load and evaluation criteria, see <a href=\"https:\/\/prof-roessler.de\">weitere Informationen<\/a>.<\/p>\n<p>Besondere Leistungen wie die Entwicklung neuer Lehrmodule, die Gewinnung von Lehrpreisen oder die erfolgreiche Betreuung von Preisgewinnerarbeiten sollten hervorgehoben werden. Auch die Mitwirkung an Curriculum\u2011Entwicklungen oder die Teilnahme an Hochschuldidaktik\u2011Workshops kann von Interesse sein.<\/p>\n<p>Ein kurzer Beobachtungswert aus den Geisteswissenschaften zeigt, dass ein Kandidat, der in seinem Lebenslauf explizit seine Erfahrung mit inklusiver Lehre und der Gestaltung von Barrierefreiheitskonzepten angab, bei einer Ausschreibung f\u00fcr eine Stelle mit Schwerpunkt Diversity besonders positiv auffiel.<\/p>\n<p>Metaphorisch ist der Lehrabschnitt das R\u00fcckgrat eines Wissenschaftlers: Er unterst\u00fctzt die intellektuelle Haltung und erm\u00f6glicht die Weitergabe von Wissen an die n\u00e4chste Generation.<\/p>\n<h2>F\u00f6rderungen, Preise und Mitgliedschaften<\/h2>\n<p>Externe F\u00f6rderungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften in Fachgesellschaften unterstreichen die externe Anerkennung der eigenen Arbeit. Hierbei werden Namen der F\u00f6rderorganisationen, Projekttitel, Laufzeit und gef\u00f6rderte Summe genannt. Preise sollten mit Bezeichnung, verleihender Institution und Jahr angegeben werden.<\/p>\n<p>Mitgliedschaften k\u00f6nnen in Form von \u201eMitglied der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr \u2026\u201c oder \u201eFellow der \u2026 Society\u201c aufgef\u00fchrt werden. Falls aktive Rollen wie Vorstandsmitglied oder Ausschussvorsitzende ausge\u00fcbt wurden, sollten diese ebenfalls genannt werden.<\/p>\n<p>Eine Anekdote aus der Umweltwissenschaften beschreibt, wie ein Forscher nach der Aufnahme seiner Auswahl als \u201eYoung Investigator\u201c einer europ\u00e4ischen Akademie in seinem Lebenslauf pl\u00f6tzlich mehrere Anfragen f\u00fcr Gutachteraufgaben erhielt &#8211; ein Zeichen daf\u00fcr, dass solche Ehrungen als Qualit\u00e4tsmerkmal wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Metaphorisch wirkt dieser Abschnitt wie ein Polsterschutz um das akademische Profil: Er absorbiert externe St\u00f6\u00dfe und signalisiert Stabilit\u00e4t und Wertigkeit.<\/p>\n<h2>Kompetenzen und technische F\u00e4higkeiten<\/h2>\n<p>In diesem Abschnitt werden methodische Expertisen, Sprachkenntnisse sowie sonstige relevante F\u00e4higkeiten aufgelistet. Beispiele: \u201eErfahrung mit CRISPR\u2011Cas9\u2011Genomeditierung\u201c, \u201eKenntnisse in statistischer Software R und Python\u201c, \u201eflie\u00dfend Englisch und Franz\u00f6sisch\u201c, \u201eErfahrung in Wissenschaftskommunikation und Social Media\u201c.<\/p>\n<p>Es ist ratsam, die Kenntnisse nach Profizienzstufe zu unterscheiden (z. B.grundlegend, fortgeschritten, expert) und gegebenenfalls Zertifikate oder Kurse zu nennen. Besonders gefragte technische F\u00e4higkeiten sollten prominent platziert werden, da sie oft \u00fcber die reine Fachkompetenz hinaus entscheiden.<\/p>\n<p>Ein kurzer Beobachtungswert aus der Informatik zeigt, dass ein Bewerber, der seine Erfahrung mit Cloud\u2011Computing-Plattformen (AWS, Azure) und seiner Teilnahme an Open\u2011Source\u2011Projekten explicit nannte, bei einer Stelle f\u00fcr Datenwissenschaft doppelt so oft zur Vorstellungsrunde eingeladen wurde wie Kandidaten ohne diese Angaben.<\/p>\n<p>Metaphorisch ist dieser Abschnitt das Werkzeugkasten eines Wissenschaftlers: Je besser ausgestattet und organisiert das Werkzeug ist, desto effizienter k\u00f6nnen komplexe Probleme angegangen werden.<\/p>\n<h2>Gestaltung und Formatierung<\/h2>\n<p>Der \u00e4u\u00dfere Eindruck des Lebenslaufs beeinflusst die Lesbarkeit und den ersten Eindruck erheblich. Eine klare Struktur mit eindeutigen \u00dcberschriften, ausreichendem Wei\u00dfraum und einer gut lesbaren Schriftart (z. B. Calibri oder Arial, Gr\u00f6\u00dfe 11 pt) ist essenziell.<a href=\"https:\/\/dresden.de\/de\/rathaus\/aktuelles\">Dresden<\/a><\/p>\n<p>Vermeiden sollte man \u00fcberm\u00e4\u00dfig dekorative Elemente wie Grafiken, Farben oder Bilder, es sei denn, die Zielposition verlangt explizit nach einem kreativen Layout (z. B.in der Wissenschaftskommunikation). Stattdessen liegt der Fokus auf Konsistenz: Gleichbleibende Aufz\u00e4hlungszeichen, einheitliche Datumsangaben (TT. MM. JJJJ oder MM\/JJJJ) und eine logische Reihenfolge der Abschnitte erleichtern das Erfassen der Informationen.<\/p>\n<p>Ein praktischer Tipp: Das Dokument als PDF speichern, um Formatierungsprobleme bei unterschiedlichen Betriebssystemen zu verhindern. Zudem sollte der Dateiname professionell gew\u00e4hlt werden, beispielsweise \u201eNachname_Vorname_Wissenschaftlicher_Lebenslauf.pdf\u201c.<\/p>\n<p>Eine Anekdote aus der Bibliothekswissenschaft berichtet, dass ein Kandidat, der sein Lebenslauf\u2011PDF mit einem klaren Dateinamen und ohne Passwortschutz versandte, von der Personalabteilung deutlich schneller weitergeleitet wurde als Kollegen, deren Dateien mit unspezifischen Namen wie \u201eLebenslauf_final_V3.pdf\u201c versehen waren.<\/p>\n<p>Metaphorisch ist die Gestaltung des Lebenslaufs wie das Auftragen eines feinen Lacklayers auf ein Kunstwerk: Sie sch\u00fctzt das Unterliegende und l\u00e4sst es zugleich in seinem besten Licht erstrahlen.<\/p>\n<h2>Praktische Empfehlungen f\u00fcr den wissenschaftlichen Lebenslauf<\/h2>\n<p>Empfehlungen f\u00fcr den wissenschaftlichen Lebenslauf<\/p>\n<ul>\n<li>Aktualisieren Sie Ihr Dokument mindestens halbj\u00e4hrlich, um neue Publikationen, F\u00f6rderungen oder Lehrveranstaltungen zeitnah einzuf\u00fcgen.<a href=\"https:\/\/leipziginfo.de\">Leipziginfo<\/a><\/li>\n<li>Verwenden Sie aktive Verben und quantifizierbare Erfolge, um Ihre Beitr\u00e4ge deutlich zu machen.<\/li>\n<li>Achten Sie auf eine klare hierarchische Struktur: Wichtigste Informationen zuerst, weniger relevante Details sp\u00e4ter.<\/li>\n<li>Nutzen Sie einheitliche Formatierungsschriften und -gr\u00f6\u00dfen, um ein professionelles Erscheinungsbild zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<li>Erg\u00e4nzen Sie Ihren Lebenslauf um einen Link zu Ihrem ORCID\u2011Profil oder einer pers\u00f6nlichen Publikationsseite, um die Zug\u00e4nglichkeit zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<li>Pr\u00fcfen Sie das Dokument auf Rechtschreib- und Grammatikfehler &#8211; idealerweise durch eine zweite Person oder ein Lektorattool.<\/li>\n<li>Passen Sie den Lebenslauf an die spezifische Stelle an: Highlighten Sie jene Erfahrungen und F\u00e4higkeiten, die im Ausschreibungstext besonders betont werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Jetzt Ihren Lebenslauf optimieren<\/h2>\n<p>Nutzen Sie die genannten Hinweise, um Ihren wissenschaftlichen Lebenslauf gezielt zu verbessern und Ihre Chancen auf begehrte Positionen, F\u00f6rderungen oder Kooperationen zu steigern. Ein \u00fcberzeugendes Dokument ist oft der erste Schritt zu einem erfolgreichen Gespr\u00e4ch &#8211; setzen Sie daher auf Pr\u00e4zision, Klarheit und strategische Betonung Ihrer St\u00e4rken. Beginnen Sie noch heute mit einer gr\u00fcndlichen \u00dcberarbeitung und beobachten Sie, wie sich die R\u00fcckmeldungen von Gutachtern und Auswahlkommissionen ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Jetzt ist der Moment, Ihr akademisches Profil zu sch\u00e4rfen und den n\u00e4chsten Karriereschritt mit Selbstvertrauen zu gehen. Viel Erfolg!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der wissenschaftliche Lebenslauf &#8211; Struktur und Tipps f\u00fcr Erfolg Ein wissenschaftlicher Lebenslauf ist mehr als eine einfache Auflistung von Stationen; er ist das Aush\u00e4ngeschild einer akademischen Laufbahn und spiegelt die individuelle Forschungsidentit\u00e4t wider. 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